Leerer Gerichtssaal mit Richterbank und Flaggen

Department of Justice

Gerichte und Staatsanwaltschaften

Wer klagt an, wer entscheidet, und wohin geht eine Sache, wenn jemand mit dem Urteil nicht einverstanden ist? Sechs Gerichte, zwei Anklagebehörden — hier in einfacher Sprache, ohne Vorwissen.

Allgemeine Erklärung für Spieler — keine Rechtsberatung. Die Seite nennt die Stellen, die es auf Project 405 gibt, und wofür sie da sind. Im Einzelfall entscheidet immer das Gericht.

Drei Wörter, dann verstehen Sie den Rest

Alles auf dieser Seite baut auf diesen drei Begriffen auf. Wer sie hat, braucht für den Rest kein Vorwissen mehr.

  • Der Staatsanwalt

    Er klagt an.

    Er klagt nicht für sich selbst, sondern im Namen des Staates: Er wirft jemandem vor, ein Gesetz gebrochen zu haben, und trägt diesen Vorwurf vor Gericht. Ob der Vorwurf stimmt, entscheidet er nicht — das darf er gar nicht.

  • Der Richter

    Er entscheidet.

    Er gehört zu keiner der beiden Seiten — weder zur Anklage noch zur Verteidigung. Er hört sich beide an und entscheidet dann. Neutral zu sein ist seine ganze Aufgabe.

  • Die Berufung

    Der Weg nach oben.

    Wer mit einem Urteil nicht einverstanden ist, lässt es vom nächsthöheren Gericht überprüfen. Das höhere Gericht rollt die Sache nicht neu auf — es sieht nach, ob unten richtig entschieden wurde.

    Auf Englisch:

Faustregel 1 von 2

Das verletzte Gesetz entscheidet, wer zuständig ist.

Es gibt zwei getrennte Ebenen, die nebeneinander herlaufen: einen für das Recht des Landes San Andreas und einen für das Recht des Bundes. Sie müssen sich nicht aussuchen, in welchem Sie landen. Das steht schon in der Akte — nämlich in der Fundstelle, die vor dem Paragraphen steht.

Was steht in Ihrer Akte vor dem Paragraphen?

Tippen Sie an, was bei Ihnen steht — der Weg zeigt sich dann von selbst.

Landesrecht

Der Landesebene

Gesetzbuch: California Penal Code

Klagt an
DADistrict Attorney's Office
Verhandelt zuerst
SCSuperior Court of San Andreas

Bundesrecht

Der Bundesebene

Gesetzbuch: U.S. Code

Klagt an
USAOUnited States Attorney's Office
Verhandelt zuerst
USDCUnited States District Court for San Andreas

Ein Vorwurf wechselt die Ebene nicht: Was nach Landesrecht angeklagt wird, bleibt auf der Landesebene, was nach Bundesrecht angeklagt wird, auf der Bundesebene. Verletzt eine Tat beides, laufen zwei Verfahren nebeneinander — je eines auf jeder Ebene.

Und wenn beides verletzt ist?

Dann gilt beides. Eine Tat kann gleichzeitig gegen den California Penal Code und gegen den U.S. Code verstossen — und dann ist nicht eine der beiden Seiten zuständig, sondern jede für ihr eigenes Gesetz.

Das ist kein Fehler im System, sondern seine Bauart: Land und Bund sind getrennte Hoheiten. Für sie sind das zwei verschiedene Vorwürfe, auch wenn dieselbe Tat dahintersteht. Ein Urteil auf der einen Ebene beendet die Sache auf der anderen deshalb nicht.

Und jetzt der Satz, an dem alles hängt: Eine Anklagebehörde kann nur ihr eigenes Gesetz anklagen — und nur vor ihrem eigenen Gericht. Das District Attorney's Office bringt nichts vor ein Bundesgericht, das United States Attorney's Office nichts vor ein Gericht des Landes. Es gibt also keinen Fall, in dem eine Behörde beides führt.

Damit bleiben genau zwei Möglichkeiten — und der erste ist der Normalfall:

  1. Eine Seite lässt es liegen

    Die beiden stimmen sich ab, und nur eine klagt an. Dann gibt es ein Verfahren, vor einem Gericht, mit einem Aktenzeichen — auf der Ebene derjenigen, die übernommen hat.

  2. Beide verfolgen

    Dann laufen zwei getrennte Verfahren: jedes mit seiner eigenen Anklagebehörde, vor ihrem eigenen Gericht, mit eigenem Aktenzeichen. Sie wissen voneinander, aber sie warten nicht aufeinander.

Wer übernimmt, klären die beiden Anklagebehörden untereinander — nicht die Polizei, und nicht der Beschuldigte.

Was das praktisch heisst

  • Keine Anklagebehörde führt beides. Jede kann nur ihr eigenes Gesetz, vor ihrem eigenen Gericht.
  • Meistens klagt nur eine an — dann ein Verfahren, ein Gericht, ein Aktenzeichen.
  • Klagen beide an, sind es zwei getrennte Verfahren, jedes mit eigener Anklagebehörde und eigenem Gericht.
  • Beide beginnen in ihrer 1. Instanz. Freispruch auf der einen Ebene ist kein Freispruch auf der anderen.

Faustregel 2 von 2

Man beginnt immer ganz unten.

Jede Ebene hat drei Stufen. Eine Sache startet in der 1. Instanz — immer, ohne Ausnahme. Die Gerichte darüber fangen nicht von vorn an; sie prüfen nur, was unten schon entschieden wurde. Man kann also nicht beim obersten Gericht anklopfen, weil man dort lieber hin möchte.

Probieren Sie es aus: Die Sache liegt unten. Mit Berufung einlegen schieben Sie sie eine Stufe höher — und nur eine.

Welche Ebene wollen Sie sehen?

Landesrecht — angeklagt wird hier vom District Attorney's Office (DA). Verfolgt Verstösse gegen den California Penal Code.

1. Instanz

SC

Superior Court of San Andreas

Hier beginnt alles. Hier sitzt auch die Grand Jury.

Hier liegt die Sache jetzt.

2. Instanz

COA

Court of Appeal of San Andreas

Prüft Urteile der 1. Instanz.

Noch nicht dran.

Letzte Instanz

SASC

San Andreas Supreme Court

Die letzte Instanz des Landes. Weiter geht es nicht.

Noch nicht dran.

Die Sache liegt in der 1. Instanz.

Hier fängt jede Sache an — ohne Ausnahme. Der Staatsanwalt trägt seinen Vorwurf vor, beide Seiten kommen zu Wort, und am Ende entscheidet das Gericht.

Und die Grand Jury?

An beiden ersten Instanzen sitzt noch etwas, das kein Gericht ist: die . Beim Superior Court of San Andreas ebenso wie beim United States District Court for San Andreas.

Sie ist ein Gremium aus Bürgern, keine Behörde und kein Gericht. Sie tagt nicht öffentlich: Es gibt keinen Zuschauerraum, kein Protokoll zum Nachlesen, und die Verteidigung ist nicht dabei. Der Staatsanwalt trägt vor, was er hat — die Grand Jury hört zu und stimmt ab.

Worüber sie abstimmt, ist die eine Frage: Reicht das für eine Anklage? Nicht, ob jemand schuldig ist — das entscheidet später das Gericht in der Verhandlung, öffentlich und mit beiden Seiten. Sagt die Grand Jury nein, endet die Sache hier, ohne dass je ein Richter sie gesehen hat.

Der Unterschied zwischen den beiden Ebenen liegt darin, wie zwingend sie ist: Auf Bundesebene führt bei schweren Vorwürfen kein Weg an ihr vorbei. Auf Landesebene ist sie ein Weg von zweien — der Staatsanwalt kann stattdessen den Richter in einer öffentlichen Anhörung entscheiden lassen, ob die Sache vor Gericht gehört.

Kurz gesagt

  • Der Staatsanwalt klagt an — im Namen des Staates.
  • Der Richter entscheidet — neutral, für keine der beiden Seiten.
  • Die Grand Jury entscheidet nur, ob es zur Anklage kommt.

Alle Stellen auf einen Blick

Zwei Anklagebehörden, sechs Gerichte. Mehr gibt es nicht — und mehr müssen Sie sich auch nicht merken.

Der Landesebene

Landesrecht · California Penal Code · Fundstelle beginnt mit Cal. Penal Code §

Klagt an

DADistrict Attorney's OfficeVerfolgt Verstösse gegen den California Penal Code.

Gerichte, von unten nach oben

  1. SC1. InstanzSuperior Court of San AndreasHier beginnt alles. Hier sitzt auch die Grand Jury.
  2. COA2. InstanzCourt of Appeal of San AndreasPrüft Urteile der 1. Instanz.
  3. SASCLetzte InstanzSan Andreas Supreme CourtDie letzte Instanz des Landes. Weiter geht es nicht.

Der Bundesebene

Bundesrecht · U.S. Code · Fundstelle beginnt mit U.S.C. §

Klagt an

USAOUnited States Attorney's OfficeVerfolgt Verstösse gegen den U.S. Code.

Gerichte, von unten nach oben

  1. USDC1. InstanzUnited States District Court for San AndreasHier beginnt alles. Hier sitzt auch eine Grand Jury.
  2. USCA2. InstanzUnited States Court of Appeals for the San Andreas CircuitPrüft Urteile der 1. Instanz.
  3. USSCLetzte InstanzUnited States Supreme CourtDie letzte Instanz. Weiter geht es nicht.

Was hängen bleiben sollte

  • Das verletzte Gesetz entscheidet über die Ebene. Steht in der Akte Cal. Penal Code §, ist es der Landesebene. Steht dort U.S.C. §, ist es der Bundesebene.
  • Es beginnt immer unten. Die 1. Instanz ist der einzige Einstieg. Höhere Gerichte prüfen nur, was unten schon entschieden wurde.
  • Anklage und Entscheidung sind zwei Paar Schuhe. Der Staatsanwalt klagt an, der Richter entscheidet. Niemand tut beides.
  • Ein Vorwurf wechselt die Ebene nicht. Verletzt eine Tat beides, laufen zwei Verfahren nebeneinander — je eines auf jeder Ebene.

Und wie geht es weiter?

Diese Seite sagt, wer zuständig ist. Was in der 1. Instanz dann Schritt für Schritt passiert, erklärt die Verfahrensseite — und welche Paragraphen für eine bestimmte Sache gelten, findet der Paragraphen-Finder.

Diese Seite erklärt den Aufbau der Gerichte und Anklagebehörden in vereinfachter Form. Sie ist keine Rechtsberatung, und sie ersetzt keine. Im Einzelfall entscheidet immer das Gericht.

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